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Dieser Falschtempel kommt leider auch als "echt" attestiert vor.

Bereits im Jahre 2003 wurde im Rundschreiben Nr. 141 der Arbeitsgemeinschaft SBZ, über den Falschstempel "ASCHERSLEBEN LAND 20.3.46" gewarnt. Trotzdem tauchen auch heute leider immer noch als echt gestempelt angebotene Marken auf, die diesen Falschstempel tragen. Es handelt sich meist um solche der Michel-Nr. 156 bis 161 in der besseren Variante Papiervariante "y".
Dies begründet sich u.a. darin, dass solche Marken bzw. Satzausgaben der Michel-Nr. 156 bis 161, die den bekannten Falschstempel tragen, leider einst von dem damaligen BPP-Verbandsprüfer, Herrn Bodo Ströh, als "echt und einwandfrei" attestiert wurden.

Ein Rückruf der damals ausgestellten Atteste hat augenscheinlich nicht stattgefunden, was für mich absolut unverständlich ist. Unverständlich ist für mich auch, warum der BPP-Verbandsprüfer die schlechte Stempelimitation nicht erkannt hat. Zur Zeit sind mir die Atteste Nr. 0568, 0574, 0576 und 0577, jeweils am 19.02.2003 von Herrn Ströh BPP für derartige Satzausgaben ausgestellt, bekannt. Ob dieser Sachverhalt auch auf Atteste zutrifft, die vor oder nach den vorgenannten Attestnummern liegen, wird sich im Laufe der Zeit zeigen und kann von mir derzeit nicht beurteilt werden.

Hier ein Vergleichsbild, zwischen Abschlägen vom echten Stempelgerät und einem Abdruck von der Stempelimitation.


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So sieht dann ein kompletter Satz aus, der mit diesem Falschstempel versehen wurde. In einem jeden Abdruck wiederholen sich verschiedene Merkmale, an denen sich der Falschstempel bzw. die Stempelimitation verrät.


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Neben den fehlenden Quetschrändern, wie sie von einem echten Stempelgerät erzeugt werden, erkennt man im Stempelbild diverse Fehlstellen, u.a. dass in jedem Abdruck das Tagesdatum "20" unten nicht vollständig abgedruckt ist, dass das "S" in "ASCHERSLEBEN" eine große Lücke aufweist und dass der Fuß im "L" von "LAND" zu kurz ist.
Weitere derartige Auffälligkeiten, könnte man markieren. Das Stempelbild der echten Vorlage, welche zum klischieren verwendet wurde, zeigte mit großer Wahrscheinlichkeit diese Merkmale auch und sie wurden dann beim klischieren übernommen. Der dann hergestellte Falschstempel hat allerdings das Problem, dass er nur Abdrucke mit genau diesen Merkmalen abgeben kann. Daher sieht ein jeder Abdruck, von einer in dieser Art erstellen Imitation, gleich dem nächsten aus.
Bei Abschlägen vom echten Stempelgerät würde dagegen ein jedes Stempelbild mehr oder weniger variieren, weil in diesem die zuvor genannten Typen (Buchstaben und Ziffern) nach wie vor unbeschädigt im Stempelgerät vorhanden waren und je nach Einfärbung des Stempels mit Stempelfarbe und je nach Aufprallwinkel ein anderes Stempelbild zustande käme.

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Markus Pichl
Wiesbaden, 24.11.2017


[2] [3] Bildquelle, für die von mir beschrifteten Bilder Nr. 2 und 3: Philasearch Artikel-Nr. i_9385_112282/1370_Sowjetische_Zone/9385-0003234088

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