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ALTDEUTSCHLAND BADEN - Landpost-Portomarken

Originalmarken sowie verschiedene Fälschungen und Verfälschungen dieser.

Im Großherzogtum Baden wurden im Jahre 1862 Landpost-Portomarken, zu postinternen Verrechnungszwecken im eigenen Landpostbestellbezirk, in den Wertstufen zu 1, 3 und 12 Kreuzer eingeführt.

Der Michel-Katalog schreibt zu diesen: "Durch diese Marken wurden die Portokosten für unfrankierte durch die Landpost beförderte Poststücke, ferner die Landpost-Bestellgebühr der Fahrpost, die nicht vom Absender entrichtet wurde, sowie in bestimmten Fällen andere Gebühren erhoben.

Während der Umlaufzeit wurden sie nicht an das Publikum abgegeben, ihre Verwendung als Freimarken war nicht zulässig!

Die Marken sollten rückseitig aufgeklebt werden, Frankaturen auf der Vorderseite kommen jedoch häufig vor."

Leider gibt es auch von diesen Landpost-Portomarken zahlreiche Fälschungen oder mit Falschstempel versehene Originale, da die Originalmarken in ungebrauchter Erhaltung weitaus häufiger sind, als in gebrauchter.

Die Originalmarken wurden im Buchdruck auf gelbem Papier hergestellt und mit einer Kammzähnung zu 10 Zähnungslöcher, auf 2 cm gemessen, versehen und so sehen die unter Michel-Nr. 1 x, 2 x und 3 katalogisierten Originalmarken aus:



Die Marken zu 1 und 3 Kreuzer wurden auch auf dunkelgelbem, dickeren Papier hergestellt, Michel-Nr. 1 y und 2 y











Vieler Fälscher haben im Laufe der Zeit verschiedenartige Fälschungen von diesen Landpostmarken geschaffen. Bei den nachstehend gezeigten Beispielen von Fälschungen weicht jeweils das Muster der Rankenverzierungen, die Typen der Inschrift "Land-Post Porto-Marke" sowie das Papier und die Zähnung ab. Ferner sind sie nicht im Buchdruck (Hochdruck) sondern in verschiedenen Flachdruckverfahren, meist Steindruck, gedruckt.




Man beachte bei dieser Fälschung der 12 Kr.-Marke den gegenüber den Originalen abweichenden Anstrich der Ziffer "1".

Aber auch am abweichenden Druckverfahren, ist die Fälschung gut zu erkennen. Der bei der Fälschung angewandte Flachdruck erzeugt an den gedruckten Elementen keine sogen. Quetschränder, wie sie beim Hochdruck, hierzu gehört das bei den Originalen angewandte Buchdruckverfahren, entstehen. Beim Buchdruck bilden sich an allen gedruckten Elementen deutliche Quetschränder, weil die gedruckte Farbe vom Metall von innen nach außen an die Ränder gedrängt wird. Die durch Pfeile markierten Stellen, zeigen im nachstehenden Vergleichsbild diesen Unterschied deutlich auf.

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Die nachstehenden Fälschungen kommen am häufigsten vor.



Wie Eingangs schon angesprochen, kommen aber auch Originalmarken mit Falschstempeln vor und das nicht zu gering. Nachfolgend ein Beispiel.
Bildquelle ebay-Artikel-Nummer 222680571031, Angebotsende am 26.10.2017, privater Anbieter "gawain34"



Der Falschstempel bzw. die Imitation eines Fünfringstempels "139" aus Stockach entlarvt sich durch seine tiefschwarze, nicht auf Ölbasis beruhende Stempelfarbe, den fehlenden Quetschrändern und den nicht mit abdruckenden Vertiefungen in den Aussenringen. Durch letztere entsteht der Eindruck von Kettenringen im Falschstempelabdruck (siehe Pfeile). Ein schlecht gearbeitetes Falschstempelklischee.

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